Sonntag, 15. April 2018

Vieles und nichts

gibt es zu erzählen.

1. Mir geht es gut. Nicht blendend, nicht wow bombastisch, aber hei, man kann ja nicht immer die Sonne aus dem A... scheinend haben.

2. Wusstet ihr das eine Kieferhöhlenentzündung echt übel ist? Ich weiß es jetzt und nach einer Woche schlafen, Antibiotika (wer hat eigtl. die Kacknebenwirkungen erfunden) geht es langsam bergauf.

3. Ich hab jetzt einen "Jungen" im Team. Ein Neuzugang wird noch gecastet und dann sollte es dort auch wieder in geregelten Bahnen laufen. Zumindest bis in das nächste Frühjahr.

4. Die Planung bzgl. Schule und Fortbildung kann ich derzeit gepflegt knicken, ich wüsste nicht wie ich das zeitlich und kräftemässig wuppen sollte.

5. Herr Gold und ich lieben uns nach wie vor und ich bin dankbar, dass es ihn an meiner Seite gibt.

6. Herr Blond ist fit und liegt im Bett - immerhin ist Sonntag.

7. Eigentlich sollte die Sonne scheinen, aber hier pisst es wie aus Eimern.

8. Ich geh jetzt wieder ins Bett:-D

Samstag, 3. März 2018

Eine gewählte Stimme des Volkes

gerade eben wurde mir auf dem blauen SozialPortal ein Video vorgeschlagen.

Ein Video aus dem dt. Bundestag. Eines der letzten Tage, die Person die spricht, bekannt, Herrn Gold und mir persönlich sehr gut  bekannt. Bekannt aus unseren wilden Anfangszeiten (dazu später vielleicht mehr). Wir haben seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr.

Bereits im letzten Jahr, im Wahlkampf bekam ich mit, dass man sich nun politisch sehr aktiv engagiert. Doch ist das diese Person die ich da sehe? Oder spricht dort eine Marionette, die durch den Puppenspieler geführt wird?

Ich erinnere mich an heiße Diskussionen, an Möglichkeiten wie man gegen "das braune Pack" vorgehen müsse. Was man doch mit all diesen Unmenschen anstellen könne um Abschreckung zu erzeugen. Ich erinnere mich an Armut, an "Geld leihen" und vergessene Rückzahlungen, an widerwärtiges menschliches Verhalten auf der vermeintlichen "Freundschaftsebene". An eine Schein-Hochzeit zur Erlangung des Bleiberechts einer dritten Person, die aus "reiner Menschlichkeit" sehr viele Taler in die Kassen spülte. Immer noch schreibe ich nur von der Spitze des Eisbergs.

Ich erinnere mich an das letzte gemeinsame Frühstück in deren Haus mit vielen Freunden, als Herr Gold und ich gleichzeitig umfassende Übelkeit spürten und Mühe hatten unser gerade gegessenes Bio-Frühstücksei nicht quer über den Tisch zu kotzen.

Ich höre die Stimme des Puppenspielers, der mir das Wort verbietet, da ich darauf bestehe, dass Mord Mord ist und das es egal ist ob ein langhaariger Linker oder eine rechte Glatze die Waffe geführt haben. Das es sich in beiden Formen um Mord handelt und es eben doch linken und rechten Extremismus gibt.

Der Puppenspieler wurde dermaßen wütend über meine "unsachliche, falsche Behauptung", dass eine Teetasse durch den Raum flog und an der Wand zersprang. Eine weibliche Zuschauerin hatte sich gewagt seinen Monolog in Frage zu stellen. Er erklärte, nein erbrüllte,  dass ich mit knapp 30 Jahren einfach nur dumm wie Weißbrot sei, es gäbe keinen linken Extremismus. Und endete mit den Worten, dass wir in "seinem" Haus nur dann noch willkommen wären, wenn ich mich  für mein Verhalten entschuldigen würde. Ich wäre wohl auch so eine unterschwellige rechte.

Wer mich kennt weiß wo ich politisch stehe daher an dieser Stelle genug dazu. Zurück zur Person aus dem Video.

Die Person die damals zwar sprechen konnte, aber viel  Stoff war da nicht im Kopf. Dafür Bauernschläue und Hinterhältigkeit, wie sich einige Zeit später nicht nur bei uns rausstellte. Jedoch war es schon von Beginn an klar, dass der Puppenspieler in ihr die Person gefunden hatte, die er als Marionette, als Sprachrohr verwenden konnte. Das klappte sehr gut. Er die Fäden in der Hand und sie bewegte den Mund als wäre es der seine.

Man ergaunerte sich einiges und ging seinen Weg. Spielte auf den unterschiedlichsten Bühnen und brachte Abstand zu den vorherigen Schauplätzen. Aber Zuschauer vergessen nicht, ob der Puppenspieler das bedacht hat?

Ich schaue das Video und höre nach wenigen Worten seine Stimme. Seine Argumentationsketten, seine Bestimmtheit in der Wortwahl und Ausdrucksweise, der Puppenspieler hat der Marionette das laufen beigebracht. Ob ihm allabendlich nun in seinem Alter einer abgeht wenn er sein Werk dort auf der großen Bühne sieht?

Nein es ist kein Neid der mich bewegt das alles zu schreiben. Mir ist schlecht, seit ich dieses Video gesehen habe. Schlecht weil ich weiß, dass dort eine Marionette spricht, offiziell gewählt  "eine Volksvertreterin" und doch nur eine Marionette, die Stimme des Puppenspielers.

Und ich frage mich wie viele Marionetten in diesem "ehrwürdigen Haus" vertreten sind.

Wie viel Kaltschnäuzigkeit vorhanden sein muss um sich so zu verhalten und diesen Weg zu gehen?

Von einer Kanzel zu wettern gegen den Hass von rechts und von links eben genau diesen zu versrpühen...

Für einen Samstag zum Frühstück zu viel...








Sonntag, 25. Februar 2018

Von Zeit in der (alten) Heimat

Auch dieses Jahr war ich natürlich wieder in der alten Heimat an den wichtigen Tagen. Im Gegensatz zum letzten Jahr diesmal mit Herrn Gold und nicht nur für zwei Nächte.

Wir haben es uns gut gehen lassen. Von Mittwoch bis Sonntag in der Stadt mit K und in zwei der besten Häuser (wobei das zweite doch mittlerweile wohl eher zu den verstaubten gehört). 

Es tat gut, nach all der vielen Arbeit der letzten Monate wirklich, absolut ins off zu gehen. Nicht erreichbar zu sein und sich für 5 Tage weit weg von den Firmenalltäglichkeiten aufzuhalten.

Allein diese Auszeit war einiges Wert. Vervollständigt wurde sie von toller Zeit für Herrn und Frau Gold, für Herrn Gold  mit Herrn A., für mich an Tag 1 weniger mit Herrn B. und T. in diesem Jahr wollte es nicht so recht klappen mit der Harmonie und der Stimmung. Also war ich recht früh im Hotel und genoss den Blick auf den Dom.

Tag 2 war mit Miezenpflege bei uns beiden und drei ausgiebigen Spaziergängen (für was so ein Schrittzähler nicht alles gut ist, zählt der doch mal eben 10km) verbracht.

Tag 3 begann mit Umzug ins zweitbeste Haus und dann wieder langen Spaziergängen (sind wir nun eigentlich Touris,  Heimkommende oder auch irgendwann wieder Immis?) und dann kam der Höhepunkt:

Gemeinsam mit Herrn A., klein A. und deren Bekanntenanhang haben wir einen langen schönen Abend verbracht. Herzgefühl, Wärme, Zuhause...

Seltene wenige Verbindungen sind für die Ewigkeit, aber einzelne , dieses Gefühl ist unvergleichbar und gibt so viel Kraft. (Das versprechen, das überhaupt keiner Worte bedurfte, wurde erneuert so viel Herz...)

Kraft die wir, ich, nach diesen Tagen brauchten. Manchmal, ach quatsch eigentlich immer, irgendwann, macht es PENG und es ist klar, dass die Planung für den Arsch war.

Das man sich eben nicht auf das verlassen kann, was Menschen sagen sondern nur auf die wenigen echten Verbindungen. Also muss ich mir die Frage erneut stellen, ob ich wirklich so blauäugig bin oder ob die, auf deren Worte ich vertraut habe, einfach die perfekten Blender und eiskalte Arschlöcher sind. Ich bin mir nicht sicher, weiß auch nicht was sich daraus entwickelt, sicher ist allerdings das sich für alles immer ein Weg findet und auch wenn dieser nicht bequem und komfortabel ausgebaut ist.

Nein, derzeit mag, kann und werde ich darauf nicht weiter eingehen, es wird sich zeigen und finden.

In knapp 14 Tagen gibt es die nächste Schnappszahl, Frau wird alt, fühlen und ausschauen tu ich jedenfalls derzeit so.

Ich setze auf den Frühling...

Sonntag, 4. Februar 2018

Ui Februar

Ich wollte doch wieder mehr schreiben...

Ich komme nicht wirklich dazu. Bis auf ein WE habe ich den gesamten Januar auch am WE gearbeitet und zwischendurch wollte und konnte ich keine Tastatur und keinen Bildschirm mehr sehen.

Die letzte Woche hatte es dann in sich. Hier nur die zwei Höhepunkte:

1.

Mein Anwalt schreibt in Sachen "Gutachter", dass der vom Gericht bestellte Gutachter zu dem Ergebnis kommt, gegen das wir klagen.

Moment war da nicht vor mittlerweile 4 Jahren die Aussage von meinem Anwalt "gewinnen wir"?
Anwalt schreibt weiter, er würde raten die Klage zurück zu ziehen, ansonsten müsste ich dann vor Gericht erscheinen und ich müsste mir selber noch einen Gutachter suchen.

Aber ein eigener Gutachter würde wahrscheinlich dann auch nur mit 10% von dem abweichen, was der Gutachter vorher geschrieben hat und das würde dann ja nicht ausreichen. Ich frag mich woher ein Anwalt weiß, was ein Gutachter so schreiben wird und warum man dann noch Gutachter benötigt...
Ich lese das Gutachten und bin geschockt. Da werden Diagnosen gestellt, die ich so nicht mehr wegbekomme und die mir ernsthaft Probleme bei der weiteren Lebensplanung machen können. Die "beste" Aussage in dem fast 50 seitigem Pamphlet über Frau Gold st allerdings:

"bei dauerhafter, regelmäßiger Trauma-Therapie und der Bearbeitung der komplexen Strukturen, ist davon auszugehen, dass Frau Gold mit dem GDS von XProzent richtig eingestuft ist" . 
 Ah, jetzt ja, also die dauerhafte TT zahlt keiner. Kann sich aber auch jemand der arbeiten geht und normal verdient, nicht mal eben so leisten. Immerhin sprechen wir von 400-800 Tacken im Monat, je nach Sitzungsbedarf. Könnte Frau Gold sich leisten, wenn die Neueinstufung stattgefunden hätte. Krankenkasse zahlt nicht, weil lt. denen gibt es keine Behandlung wenn es sich um eine Chronifizierung handelt in dem Bereich. Und die LVR zahlt nicht, weil hat ja schon genuch gezahlt. Willkommen in Absurdistan.

Ich werde die Klage zurück ziehen. Ich hab keine Kraft und keine Zeit mich da weiter drum zu kümmern und dieser angeblich hoch spezialisierte Fachanwalt, angeblich der beste in der Domstadt, ist das Papier nicht wert auf dem sein Name steht. Also müsste ich mir einen entsprechenden neuen Anwalt suchen, mich aktiver um das Thema kümmern und das lasse ich nun sein.
Es ist sicher, dass die Zahler dann in zwei Jahren erneut auf mich zukommen werden um prüfen zu lassen, ob man von den X Prozent nicht noch was abziehen kann, das machen sie ja immer so. Und dann kann ich schauen ob ich das Spiel nochmal durchziehe.
- Punkt 2 ist dagegen eine Lappalie: Herr Gold kommt gestern mit Herrn Blond nachhaus. Ich telefoniere und Herr Gold ziemlich hektisch: Leg sofort auf, du musst dich um Herrn Bond kümmern. Ich geh in den Flur, vor mir steht mein ehemals blonder Herr Blond, zitternd, voll durch den Wind. Voller Dreck und Blut im Fell.

Das faltige Arschlochtier mit seiner Freundin sind ausgebrochen und Herr Gold und Herr Blond lagen auf ihrem Weg. Da das faltige Arschloch direkt in den Töten-Angriff geht, wenn er Herrn Blond sieht, seine Freundin mitmischte gab es eine üble Keilerei.

Puls auf unendlich, Blondie gebürstet und untersucht, das Blut kam von den anderen :-D. Er hat sich ordentlich gewehrt. Auf der anderen Seite:  Faltenarschlochtier hat ein kaputtes Ohr, einen ziemlich großen Riss überm Auge und einen auf dem Kopf. Seine Freundin hat beide Ohren lädiert (sie hat sich im Anschluss mit dem Faltenarschloch noch gewickelt). Und wir wissen jetzt schon was passiert, wenn das Arschlochfaltentier die nächste Gelegenheit hat und ohne Leine und Maulkorb unterwegs ist...
So das war es mal wieder hier. Ich muss jetzt noch ein bisserl arbeiten und so und dann Klamotten fertig machen, denn Mittwoch gehts in die Domstadt, mit Herrn Gold für 4 Tage Alaaf ;)

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Galloway und Weihnachtsblues

Galloway I

Unser entspannt in die Feiertage startete mit etwas Zeitverschiebung und Trubel:

Warum auch immer, Samstag morgen um 3.00 Uhr hatte ich das dringende Bedürfnis meine Geschäftsmails zu lesen. (Wahrscheinlich ist die Verbindung zur Chefin auch ohne Technik vorhanden, anders lässt es sich nicht erklären, denn das war das erste mal seit ich hier arbeite, dass ich mitten in der Nacht auf die Idee gekommen bin) und siehe da, im Vorweihnachtstrubel war etwas schief gelaufen, dass vor den Feiertage noch repariert werden musste. 

Herr Gold "durfte" also vor dem letzten Bummeleinkauf noch etwa zwei Stunden Homeofficen und dann mit dem Kunden telefonieren, der sich sehr freute, dass wir noch erreichbar waren und das Problem gefixed wurde.

Die kleinen Einkäufe waren für uns entspannt und dann konnte es losgehen. Die Vermieter luden noch zu Kaffee und Kuchen am 1. Feiertag ein.

Da wir uns ja in diesem Jahr gegen Gustav entschieden haben gab es Heilig Abend Galloway-Hüfte vom hiesigen Bauernhofladen. Sehr schön geschnitten, bestens gewachsen, ein klein wenig habe ich mich noch gewundert, dass es doch sehr gering gemasert war. Die Vorspeise war schon sehr gut und Herr Gold und ich hatten richtig HUNGER.
Eine würzig, leichte Pfeffer-Sahnesosse, Kartoffeln und Gemüse waren soweit fertig. Die Steaks 3 Minuten von jeder Seite gebraten und dann zum Ruhen noch kurz in Alu in den Backofen gewandert. Die Teller angerichtet, angestoßen, Frohe Weihnachten gewünscht und das Stück Fleisch angeschnitten und nur noch SCHEISSE gesagt und gedacht.

Kennst du das, wenn du essen bist und dein Steak statt medium/rare trocken/durch serviert wird? Kennst du dieses Gefühl beim Schneiden des Fleisches? Genau so fühlte es sich an, aber es war rosa mit rare Kern. Herr Gold und ich haben nach dem ersten Bissen, dann das Fleisch weggepackt und uns auf die Beilagen konzentriert. Gelacht und beschlossen, das wir uns darum heute kümmern.

Der Weihnachtsblues

Ich  habe ja gestern schon geschrieben, dass ich wir nun beide im Tierschutz aktiv sind. Herr Gold im handwerklichen Bereich und ich mehr im Orgabereich. Da die zwei Hauptakteurinnen des Vereins, 24 Std. die Tiere in ihrem Zuhause (ein großer Resthof mit wunderbarem, gesicherten Außengelände)  betreuen, wenig Zeit für den nebensächlichen Schriftkram, die Betreuung der Facebookseite und der Webseite haben, lag es nah, dass ich das übernehme. Und da beiden die Zeit fehlt die Erstgespräche und Anfragen  zu beantworten habe ich das ebenfalls übernommen. So trudelt also zwischendurch immer mal wieder eine Anfrage rein. Seit Oktober sind 4 neue Hunde aufgenommen worden wobei nur einer davon definitiv ein Gnadenhofhund ist, die anderen drei können, sofern sich geeignete Menschen finden noch umziehen.

Alle Anfragen für Aufnahmehunde landen also zunächst bei mir. Nennt mich Türsteherin ;).

So kam es dann, dass Montagabend um 21.38 mein Handy piepte mit "Nachrichten auf FB". Der Inhalt der ersten Nachricht war "Ich brauche bis morgen einen Platz für einen Doggenmischling (3 Jahre), sonst kommt er Mittwoch ins Tierheim und das wird er nicht überleben."

Ich antwortete mit der Bitte man möge doch etwas mehr erzählen und auch warum der Hund sofort weg muss. Meine Bitte wurde mit "können wir das telefonisch klären" beantwortet und man gab mir auch eine Telefonnummer unter der ich 21.50 Uhr sofort jemanden erreichte.

Eine junge Frau, hysterisch, schreiend, heulend und kaum zu verstehen ging ran und klagte ihr Leid, dass sie ja alles getan hätte, aber die Welt und die Vermieter und und und ...- bereits in dem Moment dachte ich schon an Weihnachtsblues.

Als ich sie dann endlich so weit hatte, dass sie verständlich erzählen konnte, war es 22.15 Uhr. Sie erzählte eine Story die sehr fragwürdig war, dann das der Hund ja gar nicht mehr bei ihr sei, dieser aber sofort von ihr zu uns gebracht werden könnte, inkl, aller Papiere. Wir müssten ihn nur nehmen, das sie davon ausgeht, das sie dann täglich zum Gassi gehen kommen kann und der Hund so die Bindung zu ihr hält, aber sie für Futter und Unterbringung nichts zahlt und auch eine Vermittlung nur dann stattfinden könnte wenn sie damit einverstanden wäre. Der Hund wäre ein Traum, super sozial, bestens ausgebildet aber einen Beschützerinstinkt und dieser wäre auch am heutigen Tag rausgekommen und nun müsse er eben dort wo er sei sofort weg oder eben Mittwoch ins Tierheim. (grob zusammengefasst). Gleichzeitig erfuhr ich noch über ihre soziales Umfeld, ihren Job und einiges mehr. Der Hunde habe aber den Besuch nur angeknurrt, im Verlauf des Gespräches wurde dann aus dem Knurren ein Abschnappen und etwas später dann ein Verletzungsbiss mit genähter Wunde...

Ich sicherte ihr zu, dass ich mich Dienstagvormittag bei ihr melde und wir dann einige Möglichkeiten zur Verfügung haben, denn was sicher nicht geht ist, das wir in diesem Jahr noch einen Hund aufnehmen, der eigentlich nicht zu unserer Zielgruppe gehört. Denn auch wir haben durch die Vorgaben vom Vet-Amt Beschränkungen, sodass wir noch drei Plätze frei haben und diese sind bis zum Ausbau, der im Frühjahr beendet sein wird, derzeit nur für absolute Oldie-Notfälle reserviert.

Mittlerweile war es 22.45 Uhr und ich hielt Rücksprache mit den Vereinsmädels und wir waren uns sofort einig, dass wir die möglichen Hilfestellungen mit einem sehr guten Tierheim in der Nähe sowie entsprechenden Verteilerlisten zur Verfügung stellen können, mehr aber eben nicht.

Dienstagmorgen: Mein erster Anruf wurde nicht beantwortet. Der zweite auch nicht. Gut Hilfe dränge ich nicht auf. 22.35 Uhr mein Handy klingelt, ich gehe ran "ja ich hatte über Tag, heul-schrei-schluchz- keine Zeit, Verwandte bla, aber wann kann ich den Hund denn nun endlich abholen und zu euch bringen, schluchz, schrei

Die möglichen Hilfen, die ich angeboten habe, wurden abgelehnt und ich bin nun daran schuld, wenn der Hund im Tierheim eingeht und dort totgespritzt wird. Die weniger netten Wünsche, die ich zu hören bekam, hätten mich als Frau Gold privat sofort dazu veranlasst aufzulegen, aber gut ich bin ja die Stimme des Vereins, also freundlich weiter bis sie dann noch ausfallender wurde und ich ihr und dem Hund alles gute gewünscht und aufgelegt habe.

Nach den wenigen Monaten im aktiven Tierschutz, bin ich mittlerweile, was sogenannte Notfälle angeht, sehr skeptisch. Besonders dann, wenn andere "Vereine" oder "Orgas" mal eben einen Hund aus dem Ausland unterbringen wollen, weil ein angeblicher Pflegeplatz abgesprungen ist...Aber dazu in der nächsten Zeit mal ausführlicher

Galloway II

Nachdem dann heute morgen der nette Techniker von Siemens vor Ort war, denn die Spülma hatte einen Fehler, den man nicht selbst beheben konnte (es werden in diesen Geräten keine Sicherungen mehr verbaut und wenn so ein Magnetventil defekt ist, zerschießt es auch direkt die elektronische Steuerung)  und sie nun wieder funktioniert, waren wir dann beim Bauernhofladen. Herr Blond hat nämlich nur einen Teil des Fleisches am 1. Feiertag zum Frühstück bekommen und den zweiten Teil hatte ich für die Begutachtung des Fachmannes aufbewahrt. Uiuiui, war ihm das peinlich. Die Erklärung ob es nun falsch gelegter Braten war oder aber das arme Tier beim Schlachten doch zu viel Stress hatte und damit das Fleisch nicht "entspannte" war ihm nicht genug, er lies uns nicht gehen ohne ein großes Paket frisch marinierter Hüftsteaks, die wir dann heute genießen werden.

Herr Gold und ich hatten eigentlich nur das Anliegen, den Fehler mitzuteilen und zu warnen, dass da noch mehr Kunden kommen könnten und vor allem Kunden, die das nicht so entspannt genommen haben wie wir. Ganz ehrlich hätte ich auch nicht so entspannt reagiert, wenn wir Besuch gehabt hätten...

Und bei euch, wie waren eure Feiertage?

Bevor die Fragen kommen was es an Geschenken gab: Im November einen Holzzaun für Herrn Blond, sodass er nun endlich ohne Schleppe im Garten verweilen kann. Für Herrn Gold im gesamten Dezember sehr viele "Kleinigkeiten" und im Januar kommt noch die Ausstattung für den Kettensägenschein inkl. Kettensäge. Für mich gab es ebenfalls im Dezember Kleinigkeiten und Heiligabend noch Mädchenzeug. Im Februar dann ein paar Tage in der Stadt mit K in sehr schönen Hotels...