Mittwoch, 22. März 2017

Langer Atem zahlt sich aus

Zufrieden sitzt meine zukünftige Chefin jetzt wohl Zuhause und freut sich, dass sie mich, nach mittlerweile 3 Jahren, endlich für sich gewinnen konnte.

Nicht als das wie wir uns kennengelernt haben sondern als Abteilungsleiterin.

Der Inhaber und sie wollen mich.
Sie bekommen mich.

Die Bedingungen sind geradezu traumhaft.
Herr Gold und ich werden wieder Kollegen aber in getrennten Büros und für ihn ein absoluter Wunsch, das ich dort anfange.

Zwei Abteilungen, beide in der Leitung der Familie Gold.
Herr Blond bekommt seinen eigenen Bürostuhl Bürokorb und darf zur Abwechslung dreimal die Woche in den Kindergarten und alle drei bis vier Wochen mit zum Dom so lange bis es dann im gleichen Rhythmus nach Berlin geht.

Ausbildung wird gestartet, aber erst den ersten Schritt, beides gleichzeitig anfangen, nach so langer Pause könnte etwas viel sein.



Dienstag, 21. März 2017

Was tun sprach... II

Nun gut, heute also ist DAS Gespräch und morgen kann ich Euch mitteilen, ob, wie, was und überhaupt passieren kann, wird, möchte.

Ich habe für mich soweit entschieden wie und was, aber bevor ich nicht weiß, ob sich das mit dem Gegenüber decken könnte...

Drückt mir die Daumen, denn irgendwo meldet sich dann doch gerade diese kleine, miese Stimme "die machen einen Rückzieher, weil eigentlich bist und kannst Du doch nix!"


Samstag, 18. März 2017

Stellt mal bitte jemand das Gebläse ab! Danke

Kurz vor sechs heute morgen, es heult ums Haus rum und ich frage mich beim wach werden ob alles was draußen ist, so gesichert ist, das es nicht weg fliegen kann.

Dauerwind, der  alleine beim Blick aus dem Fenster ein Gefühl von "gsd es ist Wochenende und Herr Gold geht mit dem Blonden" auslöst.

Gerade ein Blick auf die Wetterseite

In Goldis Norden sollte morgens der Schirm nicht vergessen werden, da es regnet und die Temperatur liegt bei 5°C.
klar die Schirmindustrie muss ja auch leben, bei dem Wind könnte man allerdings mit Schirm auch fliegen und das Busticket in den Nachbarort sparen,

Im weiteren Tagesverlauf bleibt vom Nachmittag bis abends die Wolkendecke geschlossen bei Werten von 6 bis zu 9°C. In der Nacht bleibt es bedeckt und die Werte gehen auf 3°C zurück. Mit Geschwindigkeiten von 8 bis 32 km/h weht der Wind aus westlicher bis nordwestlicher Richtung.

 Mit Böen zwischen 16 und 69 km/h ist zu rechnen.
Böen sind kein Dauerpusten, die Wetterfrösche sollten wirklich mal hier herkommen, denen blase ich was...ähm ja, also sofern sie gut aussehen, knackig, willig, charmant und ...ich sollte zum Frühstück keine Filmrezensionen lesen und dann übers Blasen äh Wetter schreiben. 

 Habt ein schönes Wochenende ;)

Freitag, 17. März 2017

Stinkt nicht - stinkt - stinkt nicht

Erinnert Ihr Euch an Eure Kindheit, den Bauernhof nebenan oder in den Ferien?

Es stank immer irgendwie nach Kuh und Mist. Nicht? Naja vielleicht habt ihr in der Stadt gelebt oder wart nicht auf dem Land in den Ferien.

Aber auch bei Überlandfahrten war es in den letzten Jahren immer so, dass es in bestimmten Regionen einfach nach Landluft, genauer nach Kuhschit gerochen hat.

Nun leben wir ja mitten in den Feldern und, wie sollte es anders sein, mit dem Frühlingsbeginn müssen diese auch gedüngt werden.

Seit Montag fahren die Bauern mit kleinen, mittleren und großen, wirklich großen Traktoren und entsprechenden Hängern über die angrenzenden Felder.

Feld I recht übersichtlich, ca.  500 x 1200m
Feld II ca. 800 x 2000m
Feld III ca. 250 x 1000 m
Feld IV ca. 1000 x ? m (das einzige um das ich noch nicht gelaufen bin, weil es an der einen Seite an einem Teich und abgeschlossenen Grundstück endet)

Über alle vier Felder fahren sie mit jeder Traktorgröße.

Montag, bei meiner Morgenrunde mit dem Blonden, fuhr auf der III der größte mit einem riesengroßen Gülleanhänger und schoss das Zeug in geradezu präzisem Rundbogen aufs Feld.

Ich verlangsamte die Runde, damit der Traktor am anderen Ende des Feldes war, wenn wir auf seiner Höhe ankamen. Das klappte perfekt, der Blonde machte auch keine anstalten ein Bad zu nehmen aber worin auch?

Das Zeug sah aus wie Gülle, wurde so verteilt wie Gülle, aber es roch nach nichts.Im ersten Moment überlegte ich noch, ob meine Erkältung doch meine Geruchsnerven lahmgelegt hat, aber den Duft von Gras und allem anderen was so durch die Luft schwirrte konnte ich ja riechen.

Auf der II fuhr zur gleichen Zeit der kleine Traktor mit Kunstdünger, kleine weiße Kügelchen wurden mit diesem Trichterförmigenanhänger übers Feld verteilt. Naja nicht nur übers Feld, sondern auch über den Feldweg. Sehr zur Freude von Menschen, deren Hunde Fell zwischen den Ballen haben, denn das Zeug klebte sofort, aber der Blonde lässt sich die Pfoten ja gsd waschen.

Dienstag und Mittwoch tauschten die zwei Traktoren dann die Felder der Kunstdünger wurde auf dem Güllefeld zusätzlich verteilt und umgekehrt.

Es stank dann mittlerweile nach Chemie, aber immer noch kein Güllegestank. Wo zum Teufel ist die Landluft hin?

Auf Feld IV fährt nun seit gestern morgen ein mittlerer Traktor mit kleinem Güllefass und kurz dahinter, also so mit fünf Minuten Zeitverzögerung, der mit dem Kunstdünger, diesmal allerdings sind es rote Kügelchen, die ebenfalls sehr gut im Fell hängen bleiben.

Und jetzt stinkt es wie Bauernhof, Güllefass und Land.

Nicht das ich mich beschwere, ich mag den Geruch zwar nicht, aber er gehört für mich irgendwie dazu.

Ich frage mich allerdings, wie es sein kann, dass Gülle nicht mehr riecht, das man direkt dran vorbei laufen kann und nichts, aber auch gar nichts stinkt. Das der Kunstdünger stinkt wie die Pest und ich möchte auch nicht wirklich wissen, was sie für eine Flüssigkeit im November auf den Feldern versprüht haben.

Interessanter Weise ist auf den Bauernhören rundherrum kein Misthaufen mehr zu sehen oder zu riechen. Wird der Mist mittlerweile unterirdisch in Tanks aufbewahrt? Oder ist man in der "modernen" Tierwirtschaft mittlerweile so weit, dass die Viecher nicht mehr scheißen?

Ihr merkt, das Landleben und die viele Zeit die ich habe, wenn sie nicht von Putzen und Schriftkram untebrochen wird, bringt seltsame Gedankengänge zum Vorschein.

Habt einen guten Start ins Wochenende ;)

Mittwoch, 15. März 2017

Was tun sprach

Zeus.

Und frage ich mich gerade. Die Warterei auf eine Entscheidung durch die Amtsstelle macht mich mürbe.

Zu lange sitze ich letztlich schon Zuhause und warte darauf, dass ich durch Unterstützung wieder in das Arbeitsleben kann. Aber wie ich ja nun am Ende des Zwangsurlaubs erfahren habe, wird man empfehlen, das ich weiter Zuhause bleibe und mich zu den Rentern, wenn auch zunächst auf zwei Jahre befristet, zählen lassen soll.

Plan B steht, aber ist der wirklich machbar, so wie ich mir das vorstelle? Das Ziel, das ich mit diesem Plan verfolge ist mehr als ein Traum, es ist für mich eine Berufung. Aber wird das finanziell möglich sein? Mit Rente, 450 €Job und Vollzeitschule?

Eben dann der Anruf.

Ein Angebot, genauer ein Jobangebot, in einem Bereich in dem ich gut bin, wie mir der Anrufer sagt, sehr gut bin. Konditionen die sich verdammt gut anhören.

Ich weiß, dass ich das kann, ich weiß, dass ich darin gut sein kann, das ich ein "Händchen" für Kunden habe.

Es ist kein Quantitätsjob. Leitende Position nur einen Vorgesetzten, der mich haben will. Derzeit drei bis vier Mitarbeiter, was im Lauf der Zeit sicher auf 10 ausgebaut werden wird.

Aber keine Produktion, sondern Organisation, Kundengespräche und schauen das alle in der Spur bleiben - mein Ding.

Aber die Berufung...

Dann die derzeit anstehenden Amtsentscheidungen. Scheiß ich auf die Rente, drehe ich mir daraus selber einen Strick? Eine berufliche Unterstützung werde ich nicht bekommen in Form von LTA. Wirkt es sich auf die andere Sache aus, die immer noch anhängig ist? Wie soll ich mich entscheiden?

Die Berufung kann ich auch in Teilzeit lernen, dauert länger, aber ist machbar.

Wenn dazu dann noch das entsprechende Geld reinkommt, selbst verdient, nicht abhängig von irgendwelchen Amtsschimmeln, nicht durch Menschen die über mich entscheiden, obwohl sie mich nie gesehen haben.

Schaffe ich das überhaupt? Was, wenn ich es nicht schaffe und dann kläglich versage und mir doch eingestehen muss, dass die vom Zwangsurlaub recht hatten?

Alles von vorne? Neue Anträge? Neuer Zwangsurlaub? Zeit die verrinnt.

Ich bin jetzt 43, wie lange kann ich das so noch mitmachen?

Ich bin ungeduldig, will endlich wieder was tun, hatte so gehofft, das es nach dem Zwangsurlaub schneller geht. Aber nein.

Jetzt sitze ich hier und überlege, denke nach und bin hin und hergerissen.

Zwei Herzen die in meiner Brust schlagen, die Berufung, mein Traum, und auf der anderen Seite ein Angebot das verlockender nicht sein kann.

Wäre mein Anwalt wenigstens erreichbar, der mir die rechtlichen Antworten geben könnte...

Ich weiß, das sind alles Fragen und Gedankengänge, die ich mir selber und mit Herrn Gold  beantworten muss, vielleicht aber können auch Eure Gedanken, so von außen helfen.