Dienstag, 17. Mai 2016

Keine 5 Minuten

kostet es Dich, wenn Du die folgende Petition unterschreibst und teilst.

Ich habe hier noch nie um ähnliches gebeten, aber gerade in diesem Fall, kenne ich die Folgen von unzureichender Hilfe, von Paragraphen und Richtlinien, nach denen jemand mit einer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung nach 60 Stunden Verhaltenstherapie gesund zu sein hat.

Ein kleines Rechenbeispiel:

Ein Mensch wird 10 Jahre lang mehrmals wöchentlich in seiner Kindheit und Jugend misshandelt/vernachlässigt oder/und missbraucht, geht man von einer durchschnittlichen Fallzahl von 3 mal in der Woche aus, sind das 10 Jahre x 52 Wochen x 3 Vorfälle = 1.560 Einzeltaten, die Folgen für die Entwicklung und Psyche kann man an vielen Stellen im Netz nachlesen und sind weitgreifender, als jeder, der dies nicht erlebt hat, fassen kann.

Und das Gesundheitssystem erwartet von diesem Menschen nun in 60 Stunden Einzeltherapie eine Stabilisierung, Aufarbeitung und Reintegration in das Arbeitsleben.

Die meisten Patienten mit einer komplexen PTBS bekommen diese Diagnose erst viele Jahre nach den Taten und sind dann hilflos dem Gesundheitssystem, den Antragstellungen, Widersprüchen und Verfahren ausgeliefert.

Sie müssen für ihr Recht auf Gesundheit auf eine unmenschliche Art und Weise kämpfen und scheitern in vielen Fällen, weil die Kraft gerade für das Überleben, nicht aber für den Kampf gegen Krankenkassen, Rententräger und andere Kostenträger ausreicht.

Seelische Erkrankungen sieht man nicht, Patienten mit kPTBS haben Jahrzehnte lang gelernt zu funktionieren und sich nach außen hin anzupassen und dabei ihre Vergangenheit verleugnet um, wie in der Zeit ihrer Traumatisierung, nicht aufzufallen.

An dieser Situation muss sich etwas ändern und Du kannst indem Du diese Petition unterstützt, dazu beitragen:

https://www.change.org/p/bedarfsgerechte-psychotherapie

Danke!



Kommentare:

  1. Da habe ich doch gerne unterschrieben.

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  2. Liebe Goldi, ich bin, was Petitionen betrifft, eher doch zurückhaltend. Das ist sicherlich vor allem themenabhängig.
    Hier jedoch habe ich mich ohne zu zögern beteiligt - und das sicherlich nicht zuletzt deshalb, weil ich ja selber davon betroffen bin, direkt oder indirekt.
    Es bleibt immer die Hoffnung, dass diese Aktionen auch wirklich etwas bewirken können. Dass man wirklich gehört wird - und es Einfluss nehmen kann.

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    1. Danke Du Liebes. So wie Du unterschreibe ich auch sehr selten eine Petition, es gibt zu viele, zu undurchsichtige usw.

      Aber zum einen die Thematik und zum Anderen, dass ich Phoenix kenne, hat mich keinen Moment zögern lassen. Die Mühlen mahlen langsam, aber sie sind in Bewegung und ich hoffe sehr, dass sich dieses Jahr dazu noch etwas ändert.

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