Dienstag, 27. September 2016

schweig besser, wenn

Du weißt, dass das was Du sagen wirst, sowieso nicht verstanden wird.

Es fällt mir, schwer zu schweigen, aber ich tue es, denn es wird nicht ankommen und außer Ärger und Verletzungen nichts bewirken.

Aber zu schauen, wie ein Mensch unnötiges Leiden verlängert fällt sehr schwer. Besonders, weil es eben nicht irgendwer ist. Aber trotz extremem Gewichtsverlust, keiner Futteraufnahme seit vier Tagen und kaum noch Teilhabe an der Umwelt, will der verantwortliche Mensch nicht sehen, dass es weitaus mehr Tierliebe wäre, dem kleinen Kerl das Verrecken zu ersparen.

Es wird sich getröstet mit "schau er zittert nicht, also hat er keine Schmerzen" und anderem. Alle Worte in Richtung "lass ihn nicht leiden" werden mit "er leidet ja nicht" abgewunken.

Der Kleine wird elendig verrecken. Kein ruhiges einschlafen, die Lunge wird voll Wasser laufen, die Organe sind am versagen und der Besitzer redet sich alles schön.

Ja, es ist schlimm ein Tier einschläfern zu lassen, es kann Horror sein, wenn es eben auch dann nicht "friedlich einschläft" aber verdammt als Tierbesitzer hat man die Möglichkeit und die Pflicht sein Tier nicht unnötig leiden zu lassen.

Ich bin gefahren, ich weiß nicht wie ich in Zukunft mit diesem Menschen umgehen werde, es gab jetzt viele kleine Dinge, die mich auf Distanz gebracht haben, vielleicht wird die räumliche Distanz dann auch alles andere bringen.

Ich bin traurig über das Leid des Tieres, über die Ignoranz des Besitzers und über die Entwicklung, aber vielleicht hat es auch einen Sinn...

Kommentare:

  1. Wie sieht es denn aus mit dem Besuch beim Tierarzt und dessen fachlicher Meinung? Ist das auch keine Option?
    Sicher ist es schwer, die Hoffnung aufzugeben und sich dafür zu entscheiden, einen jahrelangen Weggefährten gehen zu lassen. Das kann ich verstehen. Aber die Augen vor dem Leid des Tieres zu verschließen, weil man nicht loslassen kann, hilft niemandem, am wenigsten dem Tier.
    Ich fürchte nur, mit Argumenten kommt man dagegen kaum an ...

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    1. Nein, kommt man nicht. Der TA wird nicht aufgesucht, "er hat ja keine Schmerzen", jede Erklärung im Hinblick auf "die zeigen sie erst dann, wenn es gar nicht mehr geht und im Rudel erst recht" wird mit "ich kenne meinen Hund" weggewischt.

      Ich weiß, wie schwer es ist, es sind noch keine 3,5 Jahre her, als wir unseren Dicken gehen lassen mussten, aber das gehört eben leider auch dazu und gerade dann wenn es eben eine unheilbare Krankheit im letzten Stadium ist, die mit elendigem verrecken enden wird. In dem Fall gibt es eben kein ruhiges einschlafen.

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  2. Das grenzt ja schon an Tierquälerei...
    Und ich mußte schon einige Vierbeiner (Katzen, aber istgenauso schlimm) gehenlassen...

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    1. Ja, ist es und es wird nicht einfacher, das habe ich gemerkt als wir den Dicken gehen lassen mussten. Jahre vorher war es der Herzenskater.

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  3. Ja, ich verstehe sowas auch nicht.
    Das ist alles purer Egoismus des Menschen. Immerhin haben wir bei Tieren die Möglichkeit, diese zu erlösen.
    Und ich weiß selbst, dass das nicht einfach ist und überlege sogar immernoch an manchen Tagen, ob ich nicht einfach hätte warten können.
    Aber der gesunde Menschenverstand und meine liebe Tierärztin haben mir gesagt, dass der kleine Herr F. einfach nicht mehr wollte. Ohne Krankheit. Und der Tod - niemand konnte mir sagen, ob es für ihn schmerzlos und sanft gewesen wäre, und allein das Nicht-Wissen hat mich dazu gebracht, die letzte Entscheidung zu treffen. FÜR das Tierchen. Das Tierchen war in all den Jahren immer selbstlos (gut, außer bei 70%-Schoki ^^) und da kann ich ihm nur wenigstens in diesem Moment die Ehre erweisen, ebenfalls selbstlos zu sein.

    Aber ach nein, Diskutieren geht da nicht. Ich finde aber auch, dass es an Tierquälerei grenzt, da nichtmal einen Tierarzt zu rate zu ziehen!!!!! Aber wahrscheinlich wäre die Aussage des Menschen dann dieselbe.

    Der Tierbestatter hat bei Fluffy gemeint, das wäre SO schön, mal ein Tierchen, das so alt wurde, gesund einzuäschern, also wegen Altersschwachheit anstatt immer wegen Krankheiten. Und er meinte zu mir: "Sie würden mir nicht glauben, was ich manchmal so sehen muss bei den schon toten Tierchen, da denkt man, mensch, das hätte auch ein halbes Jahr eher gehen können. Denen steht das Leid noch ins tote Gesichtchen geschrieben." :-/

    Man kann nur fürs Tier hoffen, dass es schnell den "Absprung" schafft.

    Ich drück Dich!
    Ich hätte da auch schon was gesagt, glaub ich. Und nix Nettes. Und dann den Kontakt komplett abgebrochen.

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    1. Danke fürs Drücken, kann ich gerade gebrauchen.

      Naja der TA hat ja alles gesagt, er kann nichts mehr machen außer das Leiden beenden und wenn der Besitzer kein Leiden sieht...

      Ich nehme keinen Kontakt mehr auf, nachdem was gestern alles abgelaufen ist habe ich das Gefühl er gehört zu den Energiesaugern und meine Energie brauche ich gerade für uns.

      Nicht falsch verstehen ich wäre sofort da, wenn mich jemand braucht, aber da wird gejammert und allen ernstes geschrieben, es gäbe ja niemand der für ihn da wäre, obwohl schon zig Leute bei ihm waren und noch mehr angeboten haben zu kommen.

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