Dienstag, 7. Februar 2017

Halbzeit

Seit drei Wochen bin ich nun also in einer Reha wo nichts passiert.

Es zeichnet sich auch keine wirkliche Veränderung ab. Das angekündigte Praktikum, also der eigentliche Grund um zu testen ob ich umschule, rentne, wie vorher weiter mache wird also nicht in die Wege geleitet.

Der Bekannte von mir konnte nichts bewirken und ganz ehrlich sehe ich auch keinen Grund, warum ich mir einen Praktikumsplatz selber suchen muss, wenn das Konzept hier ist das ein Platz angeboten wird.

Insgesamt bin ich mittlerweile ziemlich abgegessen um nicht zu sagen angeko..

Über die Hälfte der Insassen geht kommenden Montag und Dienstag, leider sind das die, mit denen das Leben sehr angenehm ist.

Ich habe Heimweh, die Abfahrt Sonntag war schon grausig aber je länger ich nicht Zuhause bei Herrn Gold sein kann umso schwerer wird es und je länger hier nichts passiert umso mehr möchte ich packen und verschwinden. Elendiger Kreislauf.

Lesen bildet aber klappt auch nicht. Malen entspannt aber nur wenn ich Rube habe, im Zimmer kein Schreibtisch, in der Küche keine Ruhe, im Aufenthaltsraum kein Tisch an dem malen möglich ist.

Ich kann lange ruhig halten aber selbst ich laufe mittlerweile wie ein Tiger im Käfig auf und ab.

Da dieser Aufenthalt ja Teil des noch anhängigen Verfahrens mit dem Gutachtenkram ist, hab ich dann heute mal den Anwalt kontaktiert um ihm mitzuteilen, dass es bisher auf ein "das Geld hätten die sich sparen können"  raus läuft. Gespannt bin ich allerdings auf das was die als Empfehlung hier abgeben werden, stelle mich aber jetzt schon darauf ein, dass es nicht das sein wird, was ich mir wünsche, aber ich lass mich gerne überraschen.

Kommentare:

  1. Ich verfolge Deine "Reha" wirklich argwöhnisch und muss nun sagen: ich bin echt geschockt, für was Steuergelder so einfach verpulvert werden und vor allem: auf welche "Kosten" (Psyche, Wohlbefinden) der Teilnehmer (Patienten hört sich so komisch an... *g*).

    Ich weiß immernoch nicht wirklich, was genau Du hast und was Dir auf der Seele liegt, aber ich gebe Dir den guten rat: schreib ein tagebuch, welche Arzt Dir wann was gesagt hat, und wie es Dir nach welchen Anwendungen so ging, um hinterher eine Beschwerde bzw. einen Widerspruch schreiben zu können.

    Ich kenne keine Hintergründe, aber das solltest Du tun.
    Hat meine SchwieMu auch und das war Gold (!) wert. Sie ist (auch mit meiner Hilfe, da sie sich schriftlich niemals so ausdrücken könnte) jetzt endlich voll erwerbsunfähig geschrieben worden (das war auch das Ziel). Nach der Kur kam ein völlig verschönter Kurbericht, der sich nicht mit ihren Notizen deckte. Den Haben wir in Worte gefasst und Widerspruch eingelegt. Hat ziemlich gedauert.

    Ist ja auch wurscht. Kann ja auch sein, dass es bei Dir anders ist und Du sagst: "Meine Energie ist mir für so was zu schade!" Das ist auch okay, da ich ja kein Hintergrundwissen habe. :-) (Nicht dass Du meinst, ich will bevormunden oder rechthaberisch klingen, deshalb!)

    So und jetzt toi toi toi, alles Liebe, dickes Busserl! :-*

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    1. Danke Dir! Ich schreibe Tagebuch und der Anwalt ist auch auf dem laufenden, sehr viel entspannter als ich. Er sagt das was am Schluss rauskommt ist wichtig, der Weg dahin letztlich egal und wenn die in unserem also meinem und seinem Sinn empfehlen gut, wenn nicht dann Widerspruch.

      Es sind übrigens keine Steuerrgelder die da verprasst werden sondern Rentenversicherungsgelder, auch nicht besser und glaube mir ich ärgere mich auch maßlos drück zurück 😘

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