Montag, 27. März 2017

Da bekomm ich doch die Krise

bei dieser Epikrise.

Ihr erinnert Euch sicher an das hier. Zum Frühstück kam heute morgen dann die sogenannte Epikrise, also der ausführliche Entlassungsbericht mit allen Neuigkeiten, die man so findet.

17 Seiten mit denen ich mir noch nicht mal den A... abwischen kann, weil das Papier so eine sch... Qualität hat.

Nach diesem Schriftstück habe ich "Schwierigkeiten mit der Körperpflege" in diesen 6 Wochen gehabt. Ich hab schon meine ehemaligen Patienten gefragt, manchmal nimmt man ja selber irgendwas nicht wahr.

Aber täglich duschen, inkl. Haare waschen/frisieren/fönen, mehrmals Zähne putzen, andere Stellen sauber halten und Hände waschen sowie tägl. Kleidungswechsel und wenn was verdreckt ist durchs kochen bspw. eben auch mehrmals, ist doch nicht auffällig oder? Also für mich nicht, für Menschen die mich kennen auch nicht, aber für diese Klinik schon.

Das mein soziales Verhalten daneben gewesen sein soll, hat mich dann ebenso verwundert und wundert mich umso mehr, denn zu den  10 Patienten, mit denen ich dort war, habe ich immer noch regen Kontakt - der ja wohl auch nicht vorhanden wäre, wenn ich mich sch... verhalten hätte.

Das ich dort regelmäßig gegessen habe ist mir neu aber auch das ich in der Vergangenheit einige Operationen gehabt haben soll die ich definitiv nicht hatte, also niemals - ganz sicher nicht. Ebenso wie ich auf einmal eine Krankheit haben soll, internistisch, behandlungsbedürftig, die ich definitiv nicht habe und dafür brauch man noch nicht mal ein Medizin Studium um das sicher ausschließen zu können.

Sehr interessant ist aber auch, das sie vergessen haben das ich zwei volle Tage nicht vor Ort war und daraus ein "Nachmittag frei an zwei aufeinander folgenden Tagen" gemacht haben.

Und so einiges mehr.

Ich bin gespannt was mein Anwalt dazu sagt und wie die Chancen für alles andere stehen. Definitiv werde ich allerdings am 1. Mai meinen neuen Job beginnen.

Kommentare:

  1. Bist Du sicher, dass sie Dich nicht verwechselt haben? Das geht ja irgendwie gar nicht ... :/

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    1. Nein bin ich mir nicht. Sehr schön ist übrigens auch, das sie den einen Test nicht ausgewertet haben, fehlt wohl nach wie vor - das die, mir vor Ort mitgeteilten, Testergebnisse alle runter gestuft wurden. So habe ich schriftlich hier, das ich Test A mit weit überdurchschnittlichem Ergebnis abgelegt habe und in dieser "EPI Krise" steht nun unterer Durchschnitt usw.

      Papier, Behörden, Gutachten vs. Lebenszeit und Nerven

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    2. Ehrlich gesagt, war auch mein Gedanke nach dem Lesen des Posts: Die haben Dich verwechselt. Spätestens bei den Operationen dachte ich das. Da passt ja überhaupt nichts zusammen.

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    3. Nein, es passt nicht, allerdings ist es mühsam dagegen anzugehen und letztlich würde, falls der Kostenträger auch zu dem Ergebnis käme, dass da was nicht richtig ist, wieder ein 6 Wochen Aufenthalt irgendwo angezettelt werden. Aber für was?

      Das Sozialsystem ist eben nur so lange sozial, wie man im Rahmen ist, danach wird es unsozial. Alles was ich dagegen tun kann geht auf meine Lebenszeit und Nerven. Um etwas zu kämpfen, das ohne falsche Diagnosen schon nicht einfach ist unnötig, wenn es auch einen anderen Weg dorthin gibt und den gibt es ja gsd.

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  2. Haken dahinter... auf dem Rechtsweg klären und keine Gedanken daran verschwenden. Macht einen ansosten nur kirre im Kopf.

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    1. Herr MiM,

      sie haben Recht.

      Es nagt gerade noch, nicht an mir im Sinn von "ohje" sondern "ich bin ehrlich, dann seid ihr es verdammt noch mal auch, denn es geht um meine Existenz".

      Der Anwalt hat es ja schon, letztlich wird sich aber nichts für mich dadurch ändern, außer ich möchte mich weiterhin in der Abhängigkeit von Behörden und Gutachtern leben.

      Ich habe Schäden, falle aber eben durch das Raster bzw. bin nicht gewillt, noch zwei oder drei Jahre darauf zu warten das evtl. dann doch positiv für mich durch einen Gutachter entschieden wird.

      Was letztlich dann auch nichts bedeutet, denn wie ich in der anderen Geschichte ja gerade erfahre, wenn es der entscheidenden Stelle nicht gefällt was der hauseigene Gutachter empfiehlt, dann lehnt man dennoch ab und die Sache landet dann vorm Sozialgericht. Das natürlich überlaufen ist und weiterhin viel von meiner Zeit kostet.

      Ich habe die Zeit bis letztes Jahr gebraucht um wieder auf die Beine zu kommen, eine entsprechende Unterstützung wäre schön gewesen, aber darauf zu warten und ggf. noch mehr solcher unnötigen Aufenthalte zu haben, war und ist nicht mein Lebensziel. Also werde ich noch abwarten bis der Bescheid vom Rentenversicherer kommt und diesem dann, sofern er sich nicht gegen die Empfehlung der Klinik stellt, mitteilen das ich ablehne und arbeiten gehe.

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    2. Kann ich auf der emotionalen Ebene alles verstehen. Aber wenn die Angelegenheit bei einem Anwalt ist, dann geht es nur noch um die Sache. Und vor Gericht geht es um einen Interessenausgleich und nicht um Gerechtigkeit per se. Und letztlich, egal wie sehr man sich aufregt, es verändert die Sachlage nicht. Und macht einen nur kaputt. Daher mein Ansatz. Aber natürlich muss das jeder für sich entscheiden, wie er mit den Dingen umgeht.

      Ich wünsche viel Erfolg.

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    3. Da sind wir absolut einer Meinung und die emotionale Ebene war gestern kurzfristig aktiv. Stand heute: Was das Gericht, der Anwalt macht ist eins, das ich ab 1.5. Plan C verfolge und somit arbeiten gehe ist Tatsache. Ich kann, wenn die Emotion dann durch ist auch ziemlich rational sein, rationaler als Herr Gold bspw.

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    4. Und Danke für die Wünsche ;)

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  3. Wäre nicht das erste mal, dass Akten vertauscht und falsch gepfelgt wären

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    1. Stimmt und ja dort wurden massig Dinge vertauscht. Bsp. Patientin X sitzt bei "unserer" Ärztin, die ihr eine halbe Stunde einen Vortrag darüber hält, dass sie die Tabletten dringend absetzen müsse weil ihre Blutwerte so schlecht sind. Patientin sagt ihr immer wieder, das sie keine Tabletten nimmt und das gar nicht versteht. Das gipfelt in einem wirklich lauten Wortgefecht (ich saß im Vorraum und habe mitgehört). Bis dann die Ärztin Patientin X als Frau Patientin B anspricht.

      Keine Entschuldigung, keine Richtigstellung, dafür aber der Vorwurf an Patientin X sie hätte ja wohl sagen können, das sie Patientin X ist, als die sie ja auch aufgerufen wurde.

      So gibt es noch einige Beispiele, allerdings und das ist eben der Krux, wie will man es nachweisen und was kostet es an Zeit, Ärger usw. und wie steht der Nutzen dagegen?

      Ich bin es leid gegen vertauschte Akten, Befunde, falsche Beurteilungen die auf falschen, erfundenen Angaben beruhen anzugehen. Die Kraft nutze ich lieber für das Weiterkommen.

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  4. Na das war ja ein saftladen. Du bist da weg und es geht vorwarts!

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