Samstag, 3. März 2018

Eine gewählte Stimme des Volkes

gerade eben wurde mir auf dem blauen SozialPortal ein Video vorgeschlagen.

Ein Video aus dem dt. Bundestag. Eines der letzten Tage, die Person die spricht, bekannt, Herrn Gold und mir persönlich sehr gut  bekannt. Bekannt aus unseren wilden Anfangszeiten (dazu später vielleicht mehr). Wir haben seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr.

Bereits im letzten Jahr, im Wahlkampf bekam ich mit, dass man sich nun politisch sehr aktiv engagiert. Doch ist das diese Person die ich da sehe? Oder spricht dort eine Marionette, die durch den Puppenspieler geführt wird?

Ich erinnere mich an heiße Diskussionen, an Möglichkeiten wie man gegen "das braune Pack" vorgehen müsse. Was man doch mit all diesen Unmenschen anstellen könne um Abschreckung zu erzeugen. Ich erinnere mich an Armut, an "Geld leihen" und vergessene Rückzahlungen, an widerwärtiges menschliches Verhalten auf der vermeintlichen "Freundschaftsebene". An eine Schein-Hochzeit zur Erlangung des Bleiberechts einer dritten Person, die aus "reiner Menschlichkeit" sehr viele Taler in die Kassen spülte. Immer noch schreibe ich nur von der Spitze des Eisbergs.

Ich erinnere mich an das letzte gemeinsame Frühstück in deren Haus mit vielen Freunden, als Herr Gold und ich gleichzeitig umfassende Übelkeit spürten und Mühe hatten unser gerade gegessenes Bio-Frühstücksei nicht quer über den Tisch zu kotzen.

Ich höre die Stimme des Puppenspielers, der mir das Wort verbietet, da ich darauf bestehe, dass Mord Mord ist und das es egal ist ob ein langhaariger Linker oder eine rechte Glatze die Waffe geführt haben. Das es sich in beiden Formen um Mord handelt und es eben doch linken und rechten Extremismus gibt.

Der Puppenspieler wurde dermaßen wütend über meine "unsachliche, falsche Behauptung", dass eine Teetasse durch den Raum flog und an der Wand zersprang. Eine weibliche Zuschauerin hatte sich gewagt seinen Monolog in Frage zu stellen. Er erklärte, nein erbrüllte,  dass ich mit knapp 30 Jahren einfach nur dumm wie Weißbrot sei, es gäbe keinen linken Extremismus. Und endete mit den Worten, dass wir in "seinem" Haus nur dann noch willkommen wären, wenn ich mich  für mein Verhalten entschuldigen würde. Ich wäre wohl auch so eine unterschwellige rechte.

Wer mich kennt weiß wo ich politisch stehe daher an dieser Stelle genug dazu. Zurück zur Person aus dem Video.

Die Person die damals zwar sprechen konnte, aber viel  Stoff war da nicht im Kopf. Dafür Bauernschläue und Hinterhältigkeit, wie sich einige Zeit später nicht nur bei uns rausstellte. Jedoch war es schon von Beginn an klar, dass der Puppenspieler in ihr die Person gefunden hatte, die er als Marionette, als Sprachrohr verwenden konnte. Das klappte sehr gut. Er die Fäden in der Hand und sie bewegte den Mund als wäre es der seine.

Man ergaunerte sich einiges und ging seinen Weg. Spielte auf den unterschiedlichsten Bühnen und brachte Abstand zu den vorherigen Schauplätzen. Aber Zuschauer vergessen nicht, ob der Puppenspieler das bedacht hat?

Ich schaue das Video und höre nach wenigen Worten seine Stimme. Seine Argumentationsketten, seine Bestimmtheit in der Wortwahl und Ausdrucksweise, der Puppenspieler hat der Marionette das laufen beigebracht. Ob ihm allabendlich nun in seinem Alter einer abgeht wenn er sein Werk dort auf der großen Bühne sieht?

Nein es ist kein Neid der mich bewegt das alles zu schreiben. Mir ist schlecht, seit ich dieses Video gesehen habe. Schlecht weil ich weiß, dass dort eine Marionette spricht, offiziell gewählt  "eine Volksvertreterin" und doch nur eine Marionette, die Stimme des Puppenspielers.

Und ich frage mich wie viele Marionetten in diesem "ehrwürdigen Haus" vertreten sind.

Wie viel Kaltschnäuzigkeit vorhanden sein muss um sich so zu verhalten und diesen Weg zu gehen?

Von einer Kanzel zu wettern gegen den Hass von rechts und von links eben genau diesen zu versrpühen...

Für einen Samstag zum Frühstück zu viel...








Kommentare:

  1. Abgesehen davon, dass ich nun seeeehr neugierig bin - auch im Kleinen (Stadträte einer benachbarten Gemeinde) werden instrumentalisiert. In allen Parteien.

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    1. Jepp, das ist wohl wahr, aber komplette Marionetten...

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  2. Witzig, würde jemand mit eine Tasse nach mir werfen, würde ich ihm aufs Maul hauen.

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    1. Es muss sehr viel passieren, dass ich handgreiflich werde. Wahrscheinlich schon zuviel, zumindest mir gegenüber. Eine fliegende Teetasse, sofern sie nicht knapp an meinem Kopf vorbei fliegt, gehört da noch nicht zu. Allerdings hat man sofort bei mir auf ewig verloren, wenn man brüllt.

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    2. Ich glaube für eine Karriere im Bundestag muss man ein Machtmensch sein und dahinter verbergen sich Eigenschaften und Attribute, die ein durchschnittlicher Mensch sich gar nicht aneignen möchte.

      Hatte einen Bundestagsabgeordneten in der Familie. War bis zu einem gewissen Grad interessant und informativ. Aber wie gesagt,... Machtmensch. Sehr ausgeprägt. Damit tue ich mich einfach schwer.

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    3. Der Puppenspieler ist ein Machtmensch durch und durch, die Marionette, so wie ich sie kenne eine Marionette mit sehr "zurückhaltender Bestimmung" allerdings sehr gut im Vortragen seiner Texte, was sie auch auf div. Bühnen bereits gezeigt hat.

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